Interview mit Andreas Daum

Servus Andi,

Du bist jetzt seit einem guten halben Jahr Trainer unseres FC U/O. Wir möchten die aktuelle Phase des „Stillstands“ nutzen um dich unseren Mitgliedern, Fans und Gönnern näher vorzustellen.

Bitte stelle dich doch für unsere Fans nochmal kurz vor:
Mein Name ist Andreas Daum ich bin am 13.10.1982 in Kronach geboren und 37 Jahre alt. Ich bin verheiratet und habe eine kleine Tochter. Wir wohnen gemeinsam in Knellendorf .. Beruflich bin ich als Finanzbeamter tätig. Meine Hobbys sind Fussball, Tennis, Radfahren, Wandern.
 
Wie sind deine ersten Eindrücke vom Verein, wie bist du aufgenommen worden?

Meine ersten Eindrücke vom Verein sind durchweg positiv. Ich bin sowohl von der Vorstandschaft als auch von meiner Mannschaft hervorragend aufgenommen worden. Wir arbeiten alle im Team, kommunizieren sehr viel und gehen ehrlich miteinander um. Wir haben in dieser kurzen Zeit schon ein Vertrauensverhältnis aufgebaut und es macht riesig Spaß hier in Unterrodach arbeiten zu dürfen.

Wie ist es zustande gekommen, dass du den Trainerposten beim FC übernommen hast?

Der Kontakt kam durch Sven Hammer zustande. Wie ja jeder im Verein weiß telefoniert Sven gerne und kann auch sehr überzeugend sein. Ich merkte schon beim ersten gemeinsamen Gespräch mit Sven, Uwe und Mario das die Chemie zwischen uns stimmt und das im Verein und in der Mannschaft unheimliches Potential stecken könnte. Nach einem Gespräch mit meiner Frau musste ich dann auch nicht lange überlegen und bin froh diese Entscheidung getroffen zu haben.

Was siehst du in unserer Mannschaft hinsichtlich Teamgeist, Umfeld und einzelne Spieler?

Ich hatte ja zuvor schon 2 Mannschaften trainiert und muss sagen das der Umgang untereinander im gesamten Verein vorbildlich ist. Jeder nimmt Rücksicht auf den anderen und wenn jemand aus der Reihe tanzt haben wir ein ganz gutes Gespür die Situationen einzuordnen und dann auch Entscheidungen zu treffen. Der Teamgeist steht bei uns über allen. Wir haben viele Junge talentierte Spieler, ich würde aber nie einen herausheben denn für mich sind alle wichtig. Um erfolgreich zu sein braucht man eine intakte Mannschaft und das ist bei uns bisher der Fall.

 

Wie zufrieden bist du mit dem Verlauf der Vorrunde zufrieden?

Ich denke das wir mit den gezeigten Leistungen und der bisherigen Punkteausbeute durchaus zufrieden sein können. Die Mannschaft hat sich durch Trainingsfleiß und der Bereitschaft mehr zu tun die aktuelle Platzierung absolut verdient. Gleichzeitig hat sie aber die Meßlatte in Sachen Trainingsbeteiligung selbst sehr hoch gelegt und ich hoffe das dies auch in Zukunft so der Fall sein wird. Das wird Vorrausetzung sein um in der Kreisklasse bestehen zu können bzw. noch weiter oben in der Tabelle anzuklopfen . Es geht nur über Fleiß und die Bereitschaft mehr zu tun als unsere Gegner und sollte dies der Fall sein werden wir für die Zukunft gut gerüstet sein.

 

Wie würdest du dich selbst als Trainer beschrieben? Worauf legst du besonders wert?

Ich würde mich als sehr ehrgeizigen aber umgänglichen Trainer beschreiben. Ich lege schon Wert auf Disziplin lasse aber meinen Spielern auch ihre Freiräume. Ich bin aber ein Teamplayer und höre mir auch andere Meinungen und Kritiken an. Entscheidungen treffe ich dann aber schon selbst

 
Was macht dir besonders am Trainerjob Spaß?

Zu einen der Umgang mit vielen verschiedenen Menschen die alle so unterschiedlich sind aber im Fußball immer das gleiche Ziel haben, Spiele zu gewinnen. Zum anderen Spiele ich seit mehr als 30 Jahren Fußball und möchte meine Erfahrungen und meine Leidenschaft für diesen Sport auch weitergeben. Außerdem macht es mir riesig Spaß attraktive Trainingseinheiten zu planen und dann im Spiel zu sehen ob die Jungs auch was mitgenommen haben aus der Trainingswoche.

Wie verlief dein fußballerischer Werdegang? Für welche Vereine hast du selbst aktiv die Fußballschuhe geschnürt? Diese Geschichte ist schnell erzählt. Ich spielte nur bei einem Verein,dem SV Knellendorf. Wir hatten von der E- Jugend an bis ins hohe Fußballalter so ziemlich mit der gleichen Mannschaft gespielt. Trotz einiger Angebote die mehrere in unserer Mannschaft damals hatten sind wir unserem SVK immer treu geblieben. Darauf bin ich im nachhinein besonders stolz.

 

Welcher Trainer hat dich in deiner Laufbahn besonders geprägt bzw. beeindruckt?

Ich hatte beim SVK mit Wolfgang Köhn, Jochen Brandl, Stefan Kolodzyk , Peter Entner, Michael Fonfara und Jürgen Renk schon einige Namhafte Trainer zum Teil sogar mit Profierfahrung. Von jedem konnte ich etwas lernen und auch was mitnehmen. Ich habe aber meinen eigenen Stil und der ist mir auch wichtig. Jemanden zu kopieren das liegt mir nicht und da wäre ich als Trainer auch fehl am Platz.

 
Was würdest du als deinen größten sportlichen Erfolg bezeichnen und was war der größte Misserfolg?

Mein größter Erfolg war die A- Klassenmeisterschaft mit dem SVK in der Saison 2009/2010 als wir mit nur 2 Niederlagen souverän in die Kreisklasse aufgestiegen sind und ich Kapitän dieser Mannschaft sein durfte.
 
Misserfolg: In der Saison 2006/2007 stiegen wir mit dem SVK aus der Kreisklasse ab. Wir holten in der gesamten Serie 41 Punkte waren mit 3 Mannschaften punktgleich und mussten als 11. von 16 Mannschaften in Platzierungsspiele und dann schließlich in die Relegation und stiegen am Ende noch ab trotz 41 Punkte. Das war schon ziemlich bitter und ist auch bis heute einzigartig das so viele Mannschaften aus einer Klasse absteigen mussten.
 

 
Was möchtest du deinen Spielern/ unseren Mitgliedern zum Abschluss mit auf den Weg geben?

In dieser schwierigen Zeit in der wir nicht wissen Wie und Wann wir das Leben wieder so genießen können wie vor der Corona- Krise ist es noch wichtiger zusammenzustehen und füreinander da zu sein. Ich hoffe das wir alle die Zeit zur Selbstreflektion nutzen und das von den guten Ansätzen die in den letzten Wochen begonnen wurden auch nach der Krise noch etwas übrig bleibt dies gilt sowohl für das Privat- als auch für das Vereinsleben.
In diesem Sinne bleibt gesund.

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